
Verglichen mit den Zuständen vorher war der Bau der Transsib trotzdem ein enormer Fortschritt und vergrößerte die Macht und den Einfluss des Zaren gewaltig. Auch die militärischen Vorteile lagen auf der Hand, denn nun konnten nach notwendigen Verbesserungen und Ausbauten in kurzer Zeit große Mengen an Soldaten und Material in Richtung der chinesischen Grenze und ins ferne Asien transportiert werden. Die unterschiedlichen Spurweiten der Gleise sorgten dafür, dass sich dieser Vorteil des Zarenreiches nicht zu einen Nachteil verwandeln konnte.
Nach der "Großen Sozialistischen Oktoberrevolution" 1917 lag das Augenmerk vor allem auf der Besiedlung Sibiriens und der Ausbeutung der reichen Bodenschätze. Dafür benötigte man eine leistungsfähige Transportader und so wurde die Strecke ausgebaut: sie wurde 2-gleisig, der Baikalsee bekam eine neue Uferstrecke zur Umfahrung, es fanden Verknüpfungen nach China und in die Mongolei statt, die Baikal-Amur-Magistrale (BAM) wurde zusätzlich errichtet und heute fahren 700 bis zu 2 km lange Züge täglich mit maximal 100 km/h auf einer elektrifizierten Strecke, die auf gigantischen Brücken Flüsse überquert und zehntausende Tonnen Kohle, Erz und japanische Gebrauchtwagen Richtung Europa befördert.
Nach wie vor ist der Güterverkehr die Hauptlast aber auch touristisch spielt die Transsib für Sibirien heute eine entscheidende Rolle.